Skihersteller suchen nach Alternativen

Nachdem die Ski-Verkäufe in den letzten zehn Jahren global um nahezu 60 Prozent gesunken sind, stagnieren sie nun bei rund 3,3 Millionen verkauften Paar pro Jahr. Zwar behält die Ski-WM als Marketing-Plattform natürlich auch weiter einen hohen Stellenwert, dennoch zeigen die Werbemaßnahmen dort aktuell nur einen schwachen direkt messbaren Nutzen für die Hersteller.

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Hersteller suchen zusätzliche Einnahmequellen

Um trotz stockender Verkaufszahlen weiter profitabel wirtschaften zu können, richten Ski-Hersteller ihr Augenmerk nun zunehmend auch auf weiteres Ski-Equipment. Während die Ski-Produktionen entsprechend der Nachfrage gedrosselt oder eingestellt wurden, stiegen dafür die Verkäufe von Ski-Schuhen, Helmen und weiterem Zubehör, wie Ski-Brillen, deutlich an.

Der Ski-Sport müsste wieder erschwinglicher werden

Ski-Begeisterte und solche, die es einmal waren, sind sich in Umfragen und Meinungsforen oft einig: In der heutigen Zeit sind nicht nur schwache Winter, und schon gar nicht der beliebte Wintersport an sich Gründe, die das aktive Ski-Fahren (vor allem bei Urlaubern) rückläufig werden lassen. Es sind die zusätzlich zur Ausrüstung anfallenden, immer höher steigenden Kosten für An- und Abreise, Unterkunft, Verpflegung, Ski-Pässe sowie Ski-Kurse, die vor allem für Familien mit Kindern oft unerschwinglich geworden sind.

Wer nur gelegentlich Ski fährt, leiht lieber anstatt zu kaufen

Der Sprecher der österreichischen Ski-Industrie sowie Chef des Rieder Ski-Herstellers Fischer, Franz Föttiger schätzt, dass mittlerweile die Hälfte aller neu produzierten Ski direkt an den Verleih vermittelt werden, während die übrigen 50 Prozent an private Käufer übergehen. In der Vergangenheit fiel die Waagschale noch erheblich deutlicher für den Privatkauf aus. Auch dies ist ein Zeichen der Zeit, auf das Hersteller wie zum Beispiel Fischer und Atomic zu reagieren wissen: Selbst Gelegenheits- und Hobby-Skifahrer brauchen zu ihren geliehenen Skiern einen gut sitzenden, bequemen Schuh, am besten individuell einstellbar. Die Firmen haben Entwicklungsarbeit geleistet und ihr Angebot entsprechend erweitert.

Verkauf von Schuhen hat die Ski überholt

Längst boomen die Zusatzeinkünfte durch den Verkauf von Ski-Schuhen. Sie sind sogar stärker, als die der Ski selbst. Ein Blick nach vorn lässt vor allem die neue Rocker-Technologie der Hersteller (vorne wie hinten aufgebogene Ski-Enden) für den Kunden interessant erscheinen.

Bildquelle: Krone-au.at