Nachhaltiger Tourismus im Nationalpark Hohe Tauern

Als erster Nationalpark Österreichs im Jahre 1986 gegründet, erstreckt sich der Nationalpark Hohe Tauern über 1.856 Quadratkilometer und schließt Teile der drei Bundesländer Tirol, Kärnten und Salzburger Land mit ein. Dieses Gebiet zählt mehr als 300 Gletscher und einige der höchsten Berge der Alpen, einschließlich des alles überragenden Großglockners, dem höchsten Berge Österreichs. In dieser unberührten Region hat man es sich zur Aufgabe gemacht ein nachhaltiges Tourismuskonzept anzubieten bei dem auch erlebnisorientierte Besucher auf ihre Kosten kommen.

Berg

Nachhaltiger Tourismus

Im größten Naturschutzgebiet der Alpen macht sich das Konzept der Nachhaltigkeit schon bei der Anreise zu den Ausflugszielen bemerkbar. An statt mit dem privaten PKW anzureisen, stehen Shuttlebusse, Seilbahnen und anderer öffentliche Verkehrsmittel bereit, um die Belastung für die Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren. Eine beliebte Beschäftigung im Nationalpark ist das Eisklettern, eine Sportart bei der keine Spuren an der Natur hinterlassen werden und die sich so nahtlos in das nachhaltige Tourismuskonzept der Region einfügt. Für Interessierte werden regelmäßige Einführungsschulungen dieser tollen Sportart angeboten. Neben der sportlichen Erkundung des Geländes mit dem Eispickel, kann man auch auf ausgedehnten Schneeschuhwanderungen einiges entdecken. Das Fleißtal etwa erlaubt es die fünf großen Tierarten der Region in ihrer natürlichen Umgebung zu bewundern. Beim Betrachten von Gämsen, Steinböcken und mit etwas Glück eines Steinadlers, erschließt sich schnell der Sinn die Natur der Region zu bewahren. Wer am Ende seines Besuchs Gefallen an den Landschaften gefunden hat ist außerdem eingeladen eine Patenschaft für einen Quadratmeter des Schutzgebietes zu übernehmen, und so einen Anteil am Erhalt der atemberaubenden Natur zu leisten.

Forschung und Klimaschule

Neben touristischen Angeboten bietet der Nationalpark außerdem ein Bildungsprogramm an, welches sich etwa zur Aufgabe gemacht hat Besucher über die die ökologisch nachhaltige Wassernutzung zu informieren. Darüber hinaus legen die Wirte der Region Wert darauf, nachhaltige Speisen anzubieten. An statt Lebensmittel auf langem Wege zu importieren, stammen die hier angebotenen Menüs ausschließlich aus regionaler Produktion. Doch nicht nur Bildungsangebote bereichern einen Besuch im Nationalpark. Man setzt auch auf pragmatische Forschung. So arbeitet man erfolgreich daran, einst von Menschenhand verdrängte Tierarten wieder anzusiedeln, und das mit riesigem Erfolg. Es ist diesen Bemühungen zu verdanken, dass heute wieder 550 Steinböcke und eine stabile Population von Bartgeiern in der Region leben.

Bildquelle: Hohetauern.info