 |
|
 |
Im Kino Kinostart: 20.11.2009
Überraschungserfolg aus den USA: Der Horror-Thriller von Spielfilmdebütant Oren Peli dreht sich um ein junges Paar, das im eigenen Heim von einem dämonischen Wesen verfolgt wird - und versucht, dem Phänomen mittels Videokamera-Aufnahmen auf den Grund zu gehen.
Horror, Thriller USA/2007 88 min.
Darsteller: Katie Featherston, Micah Sloat, Mark Fredrichs, Amber Armstrong, Ashley Palmer, Randy Mc Dowell Regie: Oren Peli
|
|
|
|
Katie und Micah haben gerade gemeinsam ihr erstes eigenes Haus bezogen. Aber die Freude über das schmucke Heim währt nicht lange: Schon nach kurzer Zeit spüren sie die Anwesenheit eines wie auch immer gearteten dämonischen Wesens, das seine aktivsten Phasen zweifellos mitten in der Nacht hat - ausgerechnet dann, wenn Katie und Micah schlafen. Oder es jedenfalls versuchen.
Die Gegenwart dieses Etwas beeinflusst vor allem Katie enorm. Schon ihr ganzes Leben lang fühlt sich die Studentin von mysteriösen Wesen verfolgt, seltsame Dinge geschehen um sie herum. Ihr Freund Micah, ein erfolgreicher Day-Trader, geht das Poltergeist-Phänomen im eigenen Haus pragmatischer an: Er will sofort so viel wie möglich über die seltsame Erscheinung in Erfahrung bringen.
Der technisch Versierte, der alle Arten von elektronischem Spielzeug für Erwachsene liebt, schafft prompt eine professionelle HD-Video-Kamera an: Um dem Übel auf die Spur zu kommen, installiert er diese als Überwachungskamera im Schlafzimmer. 21 Nächte lang filmen sich Katie und Micah fortan - 21 Nächte, in denen die beiden kaum schlafen, 21 Nächte, in denen Schreckliches passiert…
Fazit: Unprätentiös und hochspannend
Dass es auch simple Stories durchaus in sich haben können, beweist der israelisch-amerikanische Regisseur Oren Peli mit seinem Spielfilmdebüt: "Paranormal Activity" erzählt die altbekannte Geschichte vom Spuk im eigenen Haus auf bemerkenswert fesselnde Weise und verpasst dem Genre eine gelungen Frischzellenkur. Seine Spannung bezieht Pelis Gruselstück zu einem guten Teil aus der unprätentiösen Machart und dem daraus resultierenden authentischen Setting: Statt Hollywood-Hochglanz und Effekthascherei bekommt der Zuschauer eine erstaunlich geradlinig inszenierte Spukgeschichte serviert, in deren Mittelpunkt ein ganz normales, glaubwürdig und natürlich agierendes Durchschnittspärchen steht - durchaus keine Selbstverständlichkeit im Horrorgenre. Sogar die gewollt unprofessionelle Handkamera-Optik, die im Filmbereich immer wieder gern und bisweilen recht inflationär eingesetzt wird, macht hier Sinn und sorgt dafür, dass der Film funktioniert. Auch hinsichtlich der erfreulich subtil inszenierten Schockeffekte zeigt sich, dass weniger oft mehr ist - denn obwohl sich viele der Gruselmomente auf Andeutungen beschränken, wartet "Paranormal Activity" mit einer hohen Dichte an Gänsehautmomenten auf. Mit seinem Spielfilmdebüt hat Oren Peli das Rad zwar nicht neu erfunden - ganz schön spannend und clever umgesetzt ist sein gelungener kleiner Horrorschocker aber allemal.
|
|
|
|
|
 |
Werbung
Kinos und Spielzeiten
|
 |