Hier kommt Lola!
Im KinoKinostart: 05.03.2010

Hier kommt Lola!

Romanadaption, die auf der Beststellerreihe "Lola" von Kinderbuchautorin Isabel Abedi basiert: Im Mittelpunkt der erfolgreichen Buchserie stehen die Abenteuer eines aufgeweckten Mädchens mit einer Schwäche für Hubba-Bubba-Kaugummis, einer Frosch-Phobie und sehr viel Phantasie.
Kinder D/2010 96 min.
Darsteller: Meira Durand, Nora Tschirner, Julia Jentsch, Fernando Spengler, Karoline Chmelensky, Felina Czycykowski Regie: Franziska Buch


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In welcher Kinderbuch-Verfilmung schlüpfte Nora Tschirner bereits vor "Hier kommt Lola!" in eine Mutterrolle?
 
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Lola hat einen brasilianischen Vater, eine 80 Zentimeter große Tante Lisbeth und ein paar Millionen Fans, wenn sie sich nachts in die berühmte Sängerin Jacky Jones verwandelt. Was Lola nicht hat, ist eine beste Freundin - und die wünscht sie sich am allermeisten.

Doch in Lolas neuer Schule gibt es nur die komische Flo, die entsetzlich nach Fisch stinkt - und die schöne Annalisa besucht sie ausgerechnet in dem Moment, als Lolas Vater splitterfasernackt durch die Wohnung stürmt, weil seine Tochter ihn versehentlich den ganzen Tag im Badezimmer eingesperrt hat.

Klarer Fall: In Sachen Freundin muss sich Lola etwas einfallen lassen. In ihrem Versteck, dem Super-Weltallexpressraumschiff, hat sie schließlich eine Idee: Lola schickt ihren Herzenswunsch per Luftballon in den Himmel. Als Antwort erhält sie eine geheimnisvolle Flaschenpost…

Fazit: Nett, aber recht vordergründig

Mit Filmen wie "Emil und die Detektive" und der Fortsetzung von "Bibi Blocksberg" realisierten die Münchner Produzentin Uschi Reich und die auf Kinderfilme spezialisierte Regisseurin und Drehbuchautorin Franziska Buch in der Vergangenheit familientaugliche Kinoabenteuer, die sich – verglichen mit anderen Genreproduktionen – auf recht niveauvolle Weise mit den Problemen und Sorgen von Kindern und Heranwachsenden beschäftigten. Mit der Verfilmung der erfolgreichen Buchreihe "Lola" hat das Team nun ein Werk inszeniert, das dem jungen Publikum zwar auch nette Unterhaltung bescheren dürfte, im Vergleich mit den genannten Produktionen aber weniger zu überzeugen vermag. Das liegt vor allem an der – selbst für kleine Zuschauer – allzu vorhersehbaren Geschichte und der recht oberflächlichen Behandlung kindlicher Problembereiche. Zwar sind die Bandbreite an Motiven und deren Identifikationspotenzial groß, werden doch Themen wie Einsamkeit, die Suche nach Freundschaft, Ärger in der Schule oder mit Eltern, die zu wenig Zeit haben, behandelt – wie sich ein Großteil dieser lebensnah skizzierten Schwierigkeiten im Filmverlauf einfach in Luft auflöst, ist aber schon etwas ärgerlich und nimmt dem Film viel von seiner Glaubwürdigkeit. Statt sich auf die plausible Auflösung der thematisierten Konflikte zu konzentrieren, setzt Franziska Buch auf vordergründige Effekte und Schauwerte – da passen Lolas phantasierte Auftritte als singender, tanzender Kinderstar gut ins Konzept, erlebt das Musikfilm-Genre doch gerade beim jungen Publikum derzeit einen neuen Aufschwung. Dank hohem Tempo, familientauglicher Situationskomik und einer wirklich entzückenden Hauptdarstellerin vermag "Hier kommt Lola!" seiner jungen Zielgruppe zwar kurzweilig-nette Unterhaltung zu bieten – wer sich allerdings einen lebensnahen und anspruchsvollen Kinderfilm erwartet hatte, könnte enttäuscht werden.
  • Kritiken
"Gelungene Familienunterhaltung"
Lola ist so etwas wie die kleinere deutsche Schwester von Hannah Montana und sollte Mädchen begeistern, auch wenn etwas sehr schnell durch die Handlung gejagt wird. Dafür sind die Traum- und Fantasiewelten rundum gelungen.
"Vielversprechender "Wilde Hühner"-Nachfolger"
Uschi Reich und Franziska Buch machen alles richtig - sieht man von der mit 100 Minuten zu langen Filmdauer ab. Nahezu buchstabengetreu halten sie sich an die Vorlage, sorgen für eine hübsche Ausstattung, ansprechende Darsteller und eine nachvollziehbare Moral.
"Trotz Schwächen sympathischer Kinderfilm"
Zwar wird der charmant-kindliche Erzählstil der Buchvorlage nicht erreicht, aber es bleibt, im Gegensatz zur glatten Hochglanz US-Ware, die man aus dem Genre gewohnt ist und vor allem dank der talentierten Meira Durand, trotz allem ein sympathischer Kinderfilm.


Kinos und Spielzeiten
Dieser Film startet am 05.03.2010 in den österreichischen Kinos. Die aktuellen Spielzeiten finden Sie daher ab dem 05.03.2010 auf dieser Seite.
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