Invictus - Unbezwungen
Im KinoKinostart: 19.02.2010

Invictus - Unbezwungen

Starbesetztes Drama von Clint Eastwood: Der Oscar-Preisträger ("Million Dollar Baby") wirft einen Blick auf das Leben von Nelson Mandela und beschreibt dessen Versuch, Südafrika nach dem Sturz der Apartheid wieder zu vereinen. Mit dabei: Die US-Stars Morgan Freeman und Matt Damon.
Drama USA/2009 133 min.
Darsteller: Morgan Freeman, Matt Damon, Scott Eastwood, Langley Kirkwood, Penny Downie, Julian Lewis Jones Regie: Clint Eastwood


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In welchem der folgenden Clint Eastwood-Filme spielte US-Star Morgan Freeman NICHT mit?
 
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In den 1990er Jahren wird Nelson Mandela, der aufgrund seines Widerstands gegen die Apartheid 27 Jahre lang eingekerkert war, zum Präsidenten von Südafrika gewählt. Doch das Land ist nach wie vor durch eine tiefe Kluft geteilt: Obwohl das ungerechte System offiziell abgeschafft worden ist, verlaufen die Linien der Rassentrennung weiterhin quer durch das Volk und können nicht einfach ausradiert werden.

Weil sein Land zu implodieren droht, richtet Präsident Mandela seine Hoffnung auf ein überraschendes Ziel – den Rugby-Rasen: Da Südafrika Gastgeber des Weltmeisterschaftsfinales 1995 ist, wünscht sich Mandela, dass sich das gesamte Land gemeinsam für die Nationalmannschaft, die Springboks, einsetzt – denn er glaubt fest daran, sein Volk durch einen Sport vereinen zu können, der alle Schranken überwindet.

Obwohl es als Außenseiter bei der Weltmeisterschaft kaum eine Chance hat, unterstützt Mandela das südafrikanische Rugby-Team mit großem Enthusiasmus und schließt sich mit Francois Pienaar, dem Kapitän der Mannschaft, zusammen. Unter dem Motto "Ein Team, ein Land“ setzen Mandela und Pienaar fortan alles daran, das Land zu vereinen und der Nationalmannschaft zum Weltmeistertitel zu verhelfen…

Fazit: Starke Darsteller, schwacher Eastwood

Eher düster und von einer bisweilen recht pessimistischen Weltsicht geprägt waren die jüngsten Werke von Regielegende Clint Eastwood. In seinem neuen Werk dagegen geben Hoffnung und Heldentum den Ton an: Mit "Invictus" feiert Eastwood die Verdienste des südafrikanischen Ex-Präsidenten Nelson Mandela und präsentiert dem Zuschauer komplexe historischen Ereignisse als kompaktes Sportlerdrama verpackt. Dass es ihm dabei vor allem darum geht, eine Erfolgsstory mit Happy End zu erzählen, möchte man Eastwood nicht unbedingt vorwerfen; schließlich basiert "Invictus" tatsächlich auf wahren Begebenheiten und hat, wie so viele andere Taten Mandelas, den Weg Südafrikas aus der Apartheid geebnet. Ein bisschen zu viel Friede-Freude-Eierkuchen-Mentalität muss man dem Film aber doch unterstellen – denn auf die enormen Probleme, mit denen Südafrika nach wie vor zu kämpfen hat, lässt "Invictus" in keiner Sekunde schließen; wüsste man es nicht besser, könnte einen Eastwoods Film Glauben machen, die großen sozialen Ungleichheiten zwischen der weißen und schwarzen Bevölkerung Südafrikas wären heute tatsächlich überwunden. Dazu tragen nicht nur das Ausblenden von Rückschlägen und die allzu simple Auflösung von Konflikten bei - auch die in grenzenlosem Enthusiasmus schwelgenden Stadionszenen und die recht schematische Figurenzeichnung werden der Komplexität der Ereignisse kaum gerecht. Dass der Mix aus Biopic und Sportfilm trotzdem zu packen und stellenweise zu berühren vermag, liegt an den überzeugenden Darstellerleistungen – wobei insbesondere Morgan Freeman in der Rolle Nelson Mandelas eine grandiose Performance abliefert. Dennoch bleibt "Invictus" letztlich ein Hollywoodmärchen mit Happy End; nur böse Zungen mögen den Film als banal bezeichnen – dass es Clint Eastwood mit seinem letzten Werk "Gran Torino" wesentlich überzeugender gelungen ist, die Themen Rassismus und Vergebung zu bearbeiten, lässt sich aber doch feststellen.
  • Kritiken
"Kraftvoll und packend"
Trotz Konventionalität packt das präzise Spiel, stößt die gesellschaftliche Aktualität auf und berührt die Emotionalität - nicht zuletzt dank der beeindruckenden Darstellerleistungen; die Kitsch-Anflüge sowie die teils überlangen, pathetischen Rugby-Szenen seien Eastwood verziehen.
"Gut inszeniert, aber auch enttäuschend"
"Invictus" ist zwar noch immer ein gut gebauter, elegant inszenierter und dank Morgan Freeman über weite Strecken mitreißender Eastwood-Film - doch wenn sich sein Spektrum gegen Ende gänzlich auf den Sport verlagert, wirkt er enttäuschend und allzu schnell bereit, sich an ein jugendliches Mainstream-Publikum zu verkaufen.
"Episches Drama"
Nicht nur die unbezahlbare Aufrichtigkeit, mit der Eastwood erzählt, weist ihn als letzten Erben großer Studioregisseure aus. "Invictus" ist kein Wohlfühlfilm über den simplen Sieg des Guten, sondern ein episches Drama über das schwierige Schaffen eines sozialen Kompromisses.


Kinos und Spielzeiten
Dieser Film startet am 19.02.2010 in den österreichischen Kinos. Die aktuellen Spielzeiten finden Sie daher ab dem 19.02.2010 auf dieser Seite.
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