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Im Kino Kinostart: 20.11.2009
"Chocolat"-Regisseur Lasse Hallström erzählt in seinem neuen Werk die auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte eines treuen Akita-Hundes: Hollywoodstar Richard Gere spielt die Hauptrolle in dem Film, der von einer ganz besonderen Freundschaft zwischen Mensch und Tier handelt.
Drama USA/2009 93 min.
Darsteller: Richard Gere, Joan Allen, Sarah Roemer, Cary-Hiroyuki Tagawa, Jason Alexander, Erick Avari Regie: Lasse Hallström
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Warum kehrt Hachikos Besitzer in "Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft" eines Tages nicht zum Bahnhof zurück?
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Es ist ein kalter Wintertag, als in einem einsamen japanischen Kloster ein Mönch von seinem kleinen Welpen Abschied nimmt. In einer kurzen Zeremonie bekommt das Hündchen ein Halsband und wird schließlich in einer stabilen Holzkiste auf die weite Reise in die USA geschickt - doch dann reißt unterwegs der Anhänger mit der Adresse des Empfängers ab.
Beim Umladen auf dem kleinen Bahnhof Bedridge geschieht es: Unbemerkt rutscht die Kiste vom Gepäckwagen und zerbricht. Der kleine Hund entkommt und läuft verloren über den Bahnsteig - und schließlich in die Arme, oder besser gesagt: zwischen die Beine des Musikprofessors Parker Wilson, der gerade mit dem 17-Uhr-Zug von der Arbeit zurückkehrt.
Es ist der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft - denn während seine Frau den kleinen japanischen Akita-Hund sehr zögerlich aufnimmt, wird Parkers Herz von Hachiko im Sturm erobert. Schon bald begleitet ihn der aufgeweckte Hachiko jeden Tag zum Bahnhof und holt ihn am Abend wieder ab. Bis er eines Tages vergeblich auf die Rückkehr seines Herrchens wartet…
Fazit: Gefühlvoll und kitschfrei
Es ist eine Story, die wie für die große Leinwand gemacht scheint: Die auf wahren Ereignissen basierende Geschichte des Akita-Hundes Hachiko, der jahrelang Tag für Tag am Bahnhof Shibuya auf die Rückkehr seines Herrchens wartete, gilt in Japan noch heute als Inbegriff für bedingungslose Treue und Loyalität. So herzergreifend die Begebenheit ist, so groß aber auch die Gefahr, Hachikos Geschichte zum kitschigen Rührstück zu degradieren - doch "Chocolat"-Regisseur Lasse Hallström hat seine Verfilmung der Hunde-Story glücklicherweise sehr zurückhaltend und unsentimental inszeniert: Feinfühlig und angenehm undramatisch werden die Ereignisse aus der Sicht des Vierbeiners geschildert, und anstatt emotionsgeladenen Tierfilmfilmkitsch zu servieren, wird unaufdringlich-sanfter Druck auf die Tränendrüse ausgeübt. Neben dem tierischen Hauptdarsteller agieren auch die menschlichen Protagonisten sehr natürlich und zurückgenommen. Zuschauer, die mit Tieren so gar nichts am Hut haben, werden mit "Hachiko" zwar möglicherweise nicht viel anzufangen wissen - alle anderen dürfte Hallströms Inszenierung, die nicht nur die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft erzählt, sondern auch als Parabel auf die Unbegreiflichkeit des Todes funktioniert, aber nicht kalt lassen.
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