Männerherzen
Im KinoKinostart: 08.10.2009

Männerherzen

Fünf Männer auf der Suche nach der großen Liebe und dem richtigen Lebensentwurf: "Männerherzen" porträtiert fünf Prototypen des "starken Geschlechts", die sich in einem im Berliner Sportstudio begegnen. Mit dabei: Stars wie Til Schweiger, Christian Ulmen und Wotan Wilke Möhring.
Komödie D/2009 107 min.
Darsteller: Til Schweiger, Christian Ulmen, Florian David Fitz, Maxim Mehmet, Wotan Wilke Möhring, Jana Pallaske, Nadja Uhl Regie: Simon Verhoeven


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Das Studio Fitnessworld in Berlin ist eine Domäne echter Kerle. Dort trainiert unter anderem Niklas, ein erfolgreicher Werbeexperte, dem in seinem genau nach Plan verlaufenden Leben alles zu gelingen scheint: Ehe und Eigenheim warten - wenn da nicht diese Panik wäre, sich festzulegen. Niklas Freund, der sympathische Chaot Philipp, steht indes beruflich vor dem Aus, als ihm Gelegenheitsfreundin Nina eröffnet, dass er Vater wird.

Im Fitnessworld trainiert auch Jerome - ein attraktiver, selbstbewusster Musikproduzent, der finanziell schon bessere Zeiten gesehen hat, aber immer noch jedes Girlie rumkriegt. Er schachert gerade um den Deal seines Lebens: Das Comeback-Album von Schlagersänger Bruce Berger. Doch der exzentrische, sentimentale Star nervt ihn tierisch, und als er auch noch bei ihm einzieht, droht seinem geheiligten Junggesellen-Dolce-Vita das Aus.

Ein Gerät weiter im Fitnessworld schwitzt der unbeholfene Gewerbeaufsichtsbeamte Günther, dem seine Einsamkeit schwer zu schaffen macht. Er hat immer nur Pech bei den Frauen - doch als er sich in die Verkäuferin Susanne verliebt, scheint sich das Blatt zu wenden. Er kann ja nicht ahnen, dass Susanne einen höchst gefährlichen Ex-Mann hat, der sie verfolgt: U-Bahn Führer Roland, der allen Mitteln um seine Verflossene kämpft…

Fazit: Oberflächlich, aber unterhaltsam

Beziehungskomödien gelten ja gemeinhin als Filme, die vor allem für das weibliche Kinopublikum produziert werden - keine schlechte Idee also, das Genre einmal mit etwas mehr Testosteron anzureichern und die Schwierigkeiten in Sachen Liebesleben und Lebensplanung aus rein männlicher Perspektive zu beleuchten. Ebendiesen Versuch hat Regisseur Simon Verhoeven nun mit seinem neuen Werk "Männerherzen" unternommen: Im Rahmen eines Episodenfilms schildert er die größeren und kleineren existenziellen Probleme des männlichen Geschlechts anhand fünf verschiedener Charaktere, deren Krisensituationen mal auf heitere, mal auf ernste Art und Weise unter die Lupe genommen werden. Die Gratwanderung zwischen Komik und Tragik gelingt Verhoeven dabei ganz gut - weil die präsentierten Lebensläufe allerdings recht stereotypen Bahnen folgen, hält sich der Mehrwert der Liebeskomödie in Grenzen: Unterhaltsam ist "Männerherzen" über weite Strecken durchaus, originell oder gar erhellend dagegen weniger - dafür sind die Figuren zu schablonenhaft gezeichnet, werden zu viele Klischees bedient, wirkt die Geschichte insgesamt zu konstruiert. Hinzu kommt, dass die Protagonisten allzu typgerecht besetzt wurden - ein bisschen mehr Mut hätte hier nicht geschadet und wäre der Inszenierung in Sachen Spannung sicherlich entgegengekommen. Dass Verhoevens Komödie dennoch nicht langweilig gerät, ist vor allem der temporeichen Umsetzung und dem gut gelaunten Darsteller-Ensemble zuverdanken, das den prototypischen Charakteren Leben einhaucht. So bringt "Männerherzen" zwar keine neuen Erkenntnisse, sorgt aber trotz aller Oberflächlichkeit für einen kurzweiligen Kinoabend.
  • Kritiken
"Frech und spritzig"
Freche Komödie, die voller intelligenter Ansätze, spritziger Dialoge und Situationskomik steckt: Mit "Männerherzen" ist Regisseur Simon Verhoeven eine Komödie gelungen, die latent an "Tatsächlich ... Liebe" erinnert und dennoch ihre ganz persönliche Note trägt.
"Ermüdende Beziehungskomödie"
Was einst den Charme des Genres ausmachte, seine pointierte Typen- und Situationskomik, gerät hier zur Materialschlacht, von der umständlichen Exposition bis zu verödenden Nebenhandlungssträngen, die dann umso torschlusspanischer ins allgemeine Tralala eingebunden werden.
"Nur stellenweise komisch"
Das Gegenteil von "Gut" ist "Gut gemeint": Regisseur Simon Verhoeven hat sich alle Mühe gegeben, ganz viele Geschichten über ein Thema möglichst lustig zu verfilmen. Leider ist ihm das nicht gelungen. Viele gute Darsteller ersetzen eben kein gutes Drehbuch. Vielleicht klappts ja beim nächsten Mal.


Kinos und Spielzeiten
Dieser Film startet am 08.10.2009 in den österreichischen Kinos. Die aktuellen Spielzeiten finden Sie daher ab dem 08.10.2009 auf dieser Seite.
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